Stoch bedauert Aus für „Kulturagenten für kreative Schulen“

Veröffentlicht am 29.11.2019 in Landespolitik
 

Der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Chef von Landtagsfraktion und Landespartei, Andreas Stoch, bedauert die Einstellung des unter Grün-Rot eingeführten Landesprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen Baden-Württemberg“, das die kulturelle Bildung an den Schulen des Landes stärken sollte.

2011 wurde das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ unterstützt durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator in fünf Bundesländern ins Leben gerufen. „Ziel dieses Programms ist es, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen und sie dafür zu begeistern“, erklärt der frühere Kultusminister. Während seiner Amtszeit wurde das Programm 2015 nach Auslaufen der Stiftungsförderungen zum Landesprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen Baden-Württemberg“.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 nehmen auch drei Schulen aus Heidenheim daran teil. Zusammen mit dem zuständigen Kulturagenten Thomas Kümmel von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung, dem Kunstmuseum Heidenheim und dem Verein Kinder und Kunst e.V. entstand die derzeit im Kunstmuseum gezeigte Ausstellung „UnterWasserWelt“. „Die enge Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern hat vielen Kindern eine neue Welt eröffnet, sich kreativ auszudrücken und eigene Erfahrungen mit Kunst und Kultur zu machen“, lobt Stoch das Programm und kritisiert die grün-schwarze Landesregierung, die es über 2019 hinaus nicht weiter finanzieren möchte.

Die SPD-Landtagsfraktion hatte in den derzeit laufenden Verhandlungen für den kommenden Doppelhaushalt einen Änderungsantrag eingebracht, der forderte, dass 2020 und 2021 jeweils 800.000 Euro für die Fortschreibung des Programms eingestellt werden. Dieser Antrag wurde nun vom Finanzausschuss abgelehnt. „Es ist bedauerlich, dass wir die einzige Fraktion im Landtag sind, die sich für dieses Programm stark gemacht haben“, so Stoch. Zumal die anderen vier Bundesländer Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen die Kulturagenten-Idee auch zukünftig für sinnvoll halten und sie deshalb eigenständig als Landesprogramm fortschreiben.

 

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