Tag der Freien Schulen – Andreas Stoch besucht Karl-Döttinger-Schule

Veröffentlicht am 20.11.2019 in Wahlkreis
 

Der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Chef von Landtagsfraktion und Landespartei, Andreas Stoch, besucht am Tag der Freien Schulen traditionell eine Freie Schule in seinem Wahlkreis. In diesem Jahr war er in der Karl-Döttinger-Schule, ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (SBBZ ESE), das in der Trägerschaft der eva Heidenheim gGmbH liegt.

Die Geschäftsführer der eva, Susanne Thumm und Matthias Linder, stellten gemeinsam mit Schulleiterin Judith Margani und Stellvertreter Bernd Schuler die Arbeit der eva Heidenheim gGmbH vor. Diese unterstützt Kinder, junge Menschen und Erwachsene in ihrer individuellen Entwicklung mit dem Ziel, dass alle entsprechend ihren Möglichkeiten an Bildung teilhaben können. Mit einem Team von 18 Lehrern werden derzeit ca. 80 Schülerinnen und Schüler in der Karl-Döttinger-Schule unterrichtet, die neben der Grundschule auch die Bildungsgänge Haupt-/Werkrealschule sowie Förderschule anbietet. Außerdem bietet sie über die Frühförderstelle Eltern verhaltensauffälliger Kinder Beratung und der sonderpädagogische Dienst berät Regelschulen bei Schwierigkeiten mit Schülerinnen und Schülern.

„Wir knüpfen da an, wo andere an ihre Grenzen stoßen“, erklärt Bernd Schuler den speziellen sonderpädagogischen Ansatz der Schule. Wichtig sei für eine individuelle Lernentwicklung, an die Ressourcen der Schüler anzuknüpfen und ihnen die Schule als sicheren Ort zu vermitteln. „Je früher die Kinder zu uns kommen, umso schneller ist meist eine Rückführung in die Regelschule möglich“, unterstreicht Judith Margani. In den letzten Jahren sei die Schülerzahl, insbesondere in der Grundschule, kontinuierlich gestiegen, was am zunehmenden Förderbedarf liege. Begründet werden könne das unter anderem sicher mit dem veränderten Medienkonsum von Eltern und Kindern, aber auch mit dem früheren Wahrnehmen und Erkennen von Problemen. Wichtig sei die Schulsozialarbeit, die aber allein durch die eva gestemmt werden müsse. Stoch wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in der letzten Legislaturperiode die SPD durchgesetzt hat, dass sich das Land an öffentlichen Schulen mit einem Drittel an den Kosten der Schulsozialarbeit beteiligt. Es müsse dringend geprüft werden, ob diese Landesförderung nicht auch auf Schulen in freier Trägerschaft ausgeweitet wird. Pädagogisch äußerst sinnvoll wäre ein strukturierter Ganztagsbetrieb, sind sich der frühere Kultusminister und die Schulleitung einig. Das scheitere derzeit allerdings an der Finanzierung. Auf Nachfrage Stochs bestätigt die Schulleitung eine sehr gute Zusammenarbeit mit den anderen SBBZs im Kreis. Dem Lehrkräftemangel habe die eva aufgrund interner Nachqualifizierungen und Aufbaustudien bisher gut entgegenwirken können.

Beim anschließenden Rundgang durch die Grundschule, die ihre neue Heimat in den renovierten Räumlichkeiten der früheren Jugendherberge gefunden hat, besuchte Andreas Stoch die zweite Klasse und stellte sich den Fragen der interessierten Schüler. Auf seine Gegenfrage, was die Kinder denn später einmal werden möchten, antwortete der Großteil „Lehrer“. „Das spricht für Ihre gute Arbeit“, bescheinigt der Abgeordnete den Lehrern und der Schulleitung der Karl-Döttinger-Schule.

 

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