Wo bleibt die Unterstützung für die Eiszeitkunst?

Veröffentlicht am 15.01.2019 in Pressemitteilungen
 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann protegiert die Entwicklung einer landesweiten kulturpolitischen Konzeption mit dem Titel „Baden-Württemberg und seine Kelten“ und verspricht starke finanzielle Unterstützung für die Heuneburg als deren zentraler Bestandteil. Der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionschef im Stuttgarter Landtag, Andreas Stoch, begrüßt durchaus die Unterstützung des Landes für die Keltenkonzeption, fragt sich aber, wo die Unterstützung für die Eiszeithöhlen im Ach- und Lonetal bleibt.

„Schließlich sind diese Kulturstätten weitaus älter als die Keltenfunde und kulturgeschichtlich mindestens ebenso bedeutend. Auf Antrag des Landes Baden-Württemberg wurden die ältesten Fundorte menschlicher Kunst zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt, aber von einer derartigen finanziellen Unterstützung kann das Weltkulturerbe Eiszeitkunst nur träumen“, reagiert Stoch auf die Pläne des Landes. Statt einer starken finanziellen Unterstützung trete das Land bei der Vermarktung der Eiszeitkunst bisher nur als Bremser auf. So verweigert die Landesregierung nach wie vor der Stadt Niederstotzingen eine Beteiligung an den Betriebskosten des Archäoparks Vogelherd. „Es ist ein Unding, dass eine Kommune mit rund 4.500 Einwohnern das alleine stemmen muss“, moniert der Abgeordnete.

Gemeinsam mit seinem Ulmer Kollegen Martin Rivoir fordert Stoch, dass die grün-schwarze Landesregierung und ihre Fraktionen diese kulturellen Stätten nicht mit zweierlei Maß messen, sondern endlich auch der Eiszeitkunst die notwendige finanzielle Unterstützung zukommen lassen. „Die Ausgestaltung des Vermarkungskonzepts und die Hilfe für die betroffenen Kommunen darf nicht länger blockiert werden, sondern muss genauso wie die Keltenkonzeption endlich voran gebracht. Dafür müssen im nächsten Haushalt entsprechende Mittel bereitgestellt werden“, erwarten die beiden SPD-Abgeordneten.

 

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